Unterstützungsmassnahmen Kulturunternehmen

Copyright: Abteilung Kultur Basel-Stadt / Moritz Schermbach

Die Corona-Unterstützungsmassnahmen sollen die wirtschaftlichen Auswirkungen von Covid-19 auf die Kulturunternehmen abfedern und sie darin unterstützen, sich an die veränderten Verhältnisse anzupassen. Ziel ist es, die nachhaltige Schädigung der Kulturlandschaft zu verhindern und die kulturelle Vielfalt zu erhalten. 

Kulturunternehmen können Unterstützungsmassnahmen in Anspruch nehmen, die anderen Betrieben auch zur Verfügung stehen wie Kurzarbeit ‒ vorausgesetzt natürlich, dass sie die entsprechenden Bedingungen erfüllen. Detaillierte Informationen zu den Regelungen für Unternehmen im Kanton Basel-Stadt finden Sie hier.

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Ausfallentschädigung für Kulturunternehmen

Kulturunternehmen können in Basel-Stadt für den Zeitraum bis Ende 2021 nicht-rückzahlbare Finanzhilfen in Form von Ausfallentschädigungen beantragen. Sie federn den ab dem 26. September 2020 erlittenen finanziellen Schaden ab, der aus der Absage, Verschiebung oder eingeschränkten Durchführung von Veranstaltungen und Projekten oder aufgrund betrieblicher Einschränkungen infolge staatlicher Massnahmen entstanden ist.

Antragsberechtigt sind sowohl kommerzielle als auch nicht-kommerzielle Kulturunternehmen aus den darstellenden Künsten und aus Musik, Design, Film, Visuelle Kunst, Literatur sowie Museen mit Sitz in Basel-Stadt. Um als Kulturunternehmen zu gelten, müssen sie mindestens 50 Prozent ihres Jahresumsatzes im Kulturbereich erwirtschaften. Im Einklang mit anderen Kantonen hat der Regierungsrat den Geltungsbereich ausgeweitet auf Musiklabels, das Verlegen von literarischen Werken sowie Ertragsausfälle aus abgesagten Vermittlungsveranstaltungen von Kunstgalerien, Buchhandlungen und Bibliotheken.

Die Bemessung des Schadens erfolgt aufgrund eines gesamtschweizerisch verwendeten Modells. Der Schaden wird anhand der entgangenen Einnahmen und der nicht angefallenen Kosten berechnet, anschliessend werden die bereits in Anspruch genommenen Entschädigungen wie Kurzarbeit abgezogen. Der verbleibende Schaden kann zu maximal 80 Prozent abgegolten werden. Für kommerzielle Kulturunternehmen gilt ein Höchstbeitrag von 500'000 Franken pro Unternehmen.

Bund und Kantone streben im Sinne der kulturellen Vielfalt an, dass Kulturunternehmen die Kulturakteure für vereinbarte Engagements entschädigen, auch wenn Auftritte oder Projekte letztlich nicht stattfinden können. Dabei wird davon ausgegangen, dass sich die Kulturunternehmen bei der Entschädigung der Kulturakteure an den empfohlenen Mindesthonoraren von relevanten Branchenverbänden orientieren.

Eine «freiwillige» Betriebsschliessung kann ausnahmsweise entschädigt werden, wenn eine reduzierte Betriebsöffnung selbst unter Ausschöpfung von Sparmöglichkeiten einen höheren finanziellen Schaden verursachen würde als eine Betriebsschliessung. In diesem Fall kommen die Gesuchsstellenden im Ergebnis mit einer Betriebsschliessung ihrer Schadenminderungspflicht nach. Sie haben den höheren Schaden einer reduzierten Betriebsöffnung nachvollziehbar und gut begründet aufzuzeigen. Soweit möglich sind teilweise Öffnungen anzustreben. Die Entschädigung einer freiwilligen Betriebsschliessung stellt die letztmögliche Option dar, die nur zur Anwendung kommt, wenn die genannten Voraussetzungen erfüllt sind.

Bitte lesen Sie vor einer Gesuchseinreichung das Merkblatt Ausfallentschädigung für Kulturunternehmen. Es ist für die Geltendmachung des Schadens und für die Beurteilung des Gesuchs verbindlich.

Fristen

Gesuche um Ausfallsentschädigung können ab 8. Dezember 2020 bis spätestens 30. November 2021 bei der Abteilung Kultur Basel-Stadt online eingereicht werden. Die Gesuche sind rückwirkend einzureichen, d.h. der Schaden muss zum Zeitpunkt der Gesucheinreichung bereits eingetreten sein und die entsprechenden Berechnungsgrundlagen und Informationen liegen vor.

Die Eingabefristen werden gestaffelt, um eine zeitnahe Bearbeitung der Gesuche sicherzustellen:

  • Gesuche für finanzielle Schäden bis 31. Dezember 2020 sind bis spätestens 31. Januar 2021 einzureichen. In der Regel können Schäden im Zeitraum 1. November 2020 bis 31. Dezember 2020 angemeldet werden. Für den Schadenszeitraum vom 26. September bis zum 31. Oktober 2020 können Gesuche nur eingereicht werden, wenn der Schaden am 20. September 2020 noch nicht feststand.
  • Gesuche für finanzielle Schäden im Zeitraum 1. Januar bis 30. April 2021 sind bis spätestens am 31. Mai 2021 einzugeben.
  • Gesuche für finanzielle Schäden im Zeitraum 1. Mai bis 31. August 2021 sind bis spätestens am 30. September 2021 einzugeben.
  • Gesuche für finanzielle Schäden im Zeitraum vom 1. September bis 31. Dezember 2021 sind bis spätestens am 30. November 2021 einzugeben.

Kulturunternehmen müssen für jeden Schadenszeitraum ein neues Gesuch einreichen. Die Fristen sind verbindlich. Verspätet oder zu früh angemeldete Schäden können nicht berücksichtigt werden.

Onlineformular Ausfallentschädigung (das Formular für den Schadenszeitraum vom 1. Januar bis 30. April 2021 wird voraussichtlich Ende April 2021 wieder aufgeschaltet)

Berechnungsfile Ausfallentschädigung

Merkblatt Aufallentschädigung für Kulturunternehmen

FAQ Ausfallentschädigungen

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Unterstützungsbeiträge an Transformationsprojekte

Basierend auf dem Covid-19 Gesetz können auch Beiträge an Transformationsprojekte gesprochen werden. Damit werden Projekte unterstützt, mit denen Kulturunternehmen eine Anpassung an die durch die Corona-Pandemie veränderten Verhältnisse bezwecken und mit denen sie eine strukturelle Neuausrichtung oder nachhaltige Publikumsgewinnung erreichen wollen.

Anspruchsberechtigt für Beiträge an Transformationsprojekte ist auch ein Zusammenschluss verschiedener Kulturakteure (z.B. von Kulturschaffenden), der als juristische Person des Privatrechts konstituiert ist und dessen Zweck gemäss Statuten in der Kooperation, in gemeinsamen Projekten oder der Durchführung einer Veranstaltung oder eines Festivals besteht.

Die Finanzhilfe für Transformationsprojekte deckt höchstens 80 Prozent der Aufwände bis zu einer Obergrenze von maximal 300'000 Franken pro Kulturunternehmen. Die Gesuche werden nach schweizweit gültigen Kriterien beurteilt: Klarheit, Plausibilität und fachliche Qualität des Konzepts, Innovation, zu erwartende Wirksamkeit des Projekts und Nachhaltigkeit. Im Merkblatt Transformationsprojekte sind die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

Vor der Antragstellung um einen Beitrag an ein Transformationsprojekt, kann ein freiwilliges Beratungsgespräch in Anspruch genommen werden. Sie können Ihr Interesse an einer Beratung anmelden unter kulturgesuche.pd@bs.ch.

Die Nachfrage ist hoch, wir müssen Sie deshalb um etwas Geduld bitten bis die Kontaktaufnahme erfolgt. Es ist möglich, im Beratungsgespräch auch Projektideen zu besprechen, die noch im Entstehen sind und wichtige Hinweise dafür zu erhalten, ob dieses Förderformat für Sie das richtige ist.

Bitte lesen Sie vor einer Gesuchseinreichung das Merkblatt Transformationsprojekte und die FAQ Transformationsprojekte aufmerksam durch. Die Dokumente geben wichtige Hinweise und Informationen.

Fristen

Gesuche um Beiträge an Transformationsprojekte können bis am 30. September 2021 bei der Abteilung Kultur Basel-Stadt online eingereicht werden. Mit dem Gesuch müssen verschiedene Unterlagen eingereicht werden. Unter anderem ein Projektbudget basierend auf der zur Verfügung gestellten Vorlage.

Onlineformular Transformationsprojekte

Vorlage Onlineformular Transformationsprojekte

Vorlage Projektbudget Transformationsprojekte

Merkblatt Transformationsprojekte

FAQ Transformationsprojekte

 

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Information für Clubs und Bars mit Kulturprogramm

Am 27. Oktober 2020 hat der Regierungsrat Basel-Stadt entschieden, ein Unterstützungsprogramm für Hotellerie und Gastronomie einzusetzen. Antragsberechtigt sind Hotels, Restaurants, Cafés, Bars und Clubs.

Gemäss der Verordnung vom 26. Januar 2021 wurde der Kreis der Antragsberechtigten erweitert. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bitte beachten Sie, dass gemäss neuer Bundesregelung im Bereich Kultur nur noch Unternehmen berücksichtigt werden können, die mindestens 50 Prozent ihres Jahresumsatzes im Kulturbereich erwirtschaften

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