Samstag, 23. Januar 2010
museumsnacht basel 2010: Eine erfolgreiche Nachtschicht
Zum zehnten Mal liess sich das Publikum gerne durch die Nacht und die Museen treiben. Bis eine Stunde vor Schluss wurden 98'666 Eintritte gezählt, das sind 656 mehr als im Vorjahr. Die vollen Häuser und die angeregte Atmosphäre begeisterten Publikum und Veranstalter gleichermassen. Der gelungene kulturelle Spartenmix (Kunst und Kultur im Dialog mit Literatur, Musik, Film, Theater usw.) ermöglichte eine abwechslungsreiche Nacht voller Entdeckungen und neuer Erfahrungen.
Besonders viele Eintritte verzeichneten das Museum Tinguely, das Puppenhausmuseum, das Naturhistorische Museum Basel und das Historische Museum Basel: BarfĂĽsserkirche. Im Vergleich mit letztem Jahr haben das JĂĽdische Museum Schweiz, die Skulpturhalle Basel, das MĂĽhlemuseum BrĂĽglingen, das Schweizerische Feuerwehrmuseum und das Museum Tinguely deutlich zugelegt.
Zeitgemäss und anschaulich vermittelt
Im Anatomischen Museum entnahmen ein Anatom und ein Rechtsmediziner menschlichen Knochen präzise Informationen, so dass zahlreiche Besucherinnen und Besucher sich vor Ort ein Urteil darüber bildeten, ob die beliebten Fernsehserien wie ‚CSI’ oder ‚Bones, die Knochenjägerin’ der Realität entsprechen. Junge, aber auch ältere Harry-Potter-Fans kamen im Antikenmuseum Basel auf ihre Kosten. Die Kinderführung griff die fantastischen Themen der Romane auf und schlug einen spannenden Bogen zur antiken Mythologie. Kaffee und Schokolade als Pharmazeutika? Davon wollte sich das Publikum im Pharmazie-Historischen Museum überzeugen. Dicht gedrängt erkundete es die einzigartige Sammlung und entspannte sich in schöner Wiener Kaffeehaus-Atmosphäre bei heisser Schokolade oder Kaffee. Geschätzt wurden die Führungen des altehrwürdigen Sammlers Basilius Amerbach, der posthum persönlich Einblicke in die Schätze des Kunstmuseum Basel ermöglichte.
Wortstark und begehrt
Das gesprochene Wort stand an verschiedenen Orten im Zentrum der Nacht und vermochte Massen anzuziehen. EindrĂĽcklich war die Lesung und die Begegnung mit der senegalesischen Autorin Fatou Diome (Museum der Kulturen Basel). Ebenfalls grossen Zulauf hatte die Slam Poetry Show unter anderem mit dem herausragenden Sprachperformer Laurin Buser (Fondation Beyeler). Ein weiteres Highlight der Nacht war der Auftritt des berĂĽhmt-berĂĽchtigten Black Tiger. Er brachte die Skulpturhalle mit seinen Homer-Raps zum Vibrieren.
Ernstes sensibel und unterhaltsam präsentiert
Auch für eine vertiefte Auseinandersetzung mit ernsten Themen war das Publikum offen. Es zeigte grosses Interesse an den Veranstaltungen rund um die Sonderausstellung ‚Verdingkinder reden’ (Historisches Museum Basel). Alle vier Lesungen von Franz Hohler, der Werke von Jeremias Gotthelf, Carl Albert Loosli, Arthur Honegger sowie einen eigenen Text zitierte, waren überfüllt. Mit unterhaltsamen und gleichzeitig nachdenklich stimmenden Führungen wurde das Publikum in der Sammlung Friedhof Hörnli an das oftmals tabuisierte Thema Tod herangeführt. Auch die Archäologische Bodenforschung Basel-Stadt brachte dem Publikum die Vergänglichkeit nahe; insbesondere die prächtigen Ohrringe, die im Grab einer vornehmen Basler Dame gefunden wurden, faszinierten das Publikum.
Alters- und grenzenlos
Einmal mehr zeigte sich, dass die museumsnacht basel ein breites Publikum anspricht. Auch erfreulich viele junge Leute (bis 25) interessierten sich für das vielfältige Angebot der Museen. Die zahlreichen Gäste aus dem Elsass und dem Südbadischen machten deutlich, dass Basel zumindest in dieser Nacht die kulturelle Hauptstadt der Region ist.
Jubiläumsangebot: Die Nacht ist noch nicht vorbei…
Zum zehnjährigen Jubiläum danken die Museen ihrem treuen Publikum mit einem Geschenk. Das Museumsnacht-Ticket gilt bis und mit dem 7. Februar 2010 als einmaliger Gratiseintritt in eines der beteiligten Museen.
Dank an die Sponsoren
Die museumsnacht basel wurde von den Sponsoren Novartis, Basler Kantonalbank und Sympany grosszĂĽgig unterstĂĽtzt.
Die nächste Museumsnacht findet am 21. Januar 2011 statt.
www.museumsnacht.ch
www.museenbasel.ch
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Weitere Informationen fĂĽr die Medien
Eva Keller und Rhea Kyvelos, museumsdienste basel
rhea.kyvelos@bs.ch, Samstag/Sonntag +41 (0)76 559 12 90, ab Montag: +41 (0)61 267 65 98
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